Auf einmal merke ich, wie sich das Ding bewegt, das Fleisch auf meinem Teller ist gar nicht tot, es rührt sich, krümmt sich. Dann bläht es sich auf und zuckt wieder zusammen. Immer wieder, und ich sitz' da wie erstarrt. Und die Soße läuft unter das Fleisch, und deshalb schmatzt es dauernd, als würd' es sich von selbst verschlingen.
Die Adern treten vor, dick und angeschwollen, fingerdick, und ein Stück reißt auf, und Blut vermischt sich mit der Soße, bildet kleine Laachen in dem dickflüssigen Zeug, wie Fettaugen, rote Fettaugen.
Und aus dem Fleisch fällt jetzt so ein kleiner, schwammiger Sack heraus und pumpt und pumpt. Und er rasselt dauernd, weil da Blut reinläuft.
Die Adern sind schon purpurn, und an einem Ende rinnt Blut raus auf den Teller, über die Nudeln. Die sehen jetzt aus wie Eingeweide, ganz glitschig. Da platzt auf einmal so 'ne Ader auf, und irgend so ein zäher Schleim fliegt mir ins Gesicht und auf mein Essbesteck.
Und das Fleisch japst und zappelt, während ich nach dem Kellner schreie, dem Erbrechungstod nahe.